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Anschreiben Sommer 2018

Liebe Weinfreunde,

es ist heiß an der Südlichen Mosel! Die Sonne brennt seit Wochen unerbittlich. Es hat den Anschein, als hätte es sich im Winter ausgeregnet. Warme Temperaturen seit April sorgten für einen frühen Austrieb der Reben. Bereits Ende Mai waren die Weinberge in der Blüte, gut zwei Wochen früher als gewohnt. Zum ersten Mal seit
7 Jahren wurden wir in Palzem von Spätfrösten verschont! Die Sommerarbeiten im Weinberg waren dieses Jahr kurz und heftig: Durch die warmen Temperaturen bei ausreichend Feuchtigkeit sind die Rebtriebe sehr schnell gewachsen. Die Arbeit kam dadurch sehr geballt. Zum Glück sind wir gut und schlagkräftig aufgestellt. Timo Sauerwein organisiert alle Weinbergsarbeiten, bei mehr als 80 verschiedenen Parzellen, die alle zum richtigen Zeitpunkt bearbeitet werden müssen eine anspruchsvolle und fordernde Aufgabe. Unterstützt werden wir von unseren langjährigen Saisonarbeitern aus Rumänien, sie kennen die Weinberge und sind tüchtig.
Bastian, unser junger Winzer, hat sich in Palzem eingelebt, er übernimmt selbstständig wichtige Traktorarbeiten, auch in den steilsten Weinbergen. Er macht das gut und hat offensichtlich Spaß am Fendt fahren.

Die Weinberge stehen im Moment sehr gut. In allen Weinbergen haben wir nach der Blüte die Traubenzone entlaubt. Von beiden Seiten und recht stark. Ein frühes Freistellen der Trauben härtet diese in der Sonne ab, sie sind widerstandsfähiger und trocknen nach Tau oder Niederschlägen schneller. Gerade in der Phase nach der Blüte nimmt das Entfernen von einigen Blättern pro Trieb dem Rebstock auch etwas Kraft. Kraft, die sonst in das Zellwachstum der kleinen Beeren gehen würde. Auch den ersten Laubschnitt haben wir extrem lange heraus gezögert. Fast 2-3 Wochen später als üblich haben wir die Triebspitzen gekürzt. Die Kraft des Stockes geht so weiter in den Trieb und nicht so stark in die jungen Trauben. In einigen Riesling und Grauburgunder Weinbergen wurden die Triebspitzen von Hand um den obersten Draht gewickelt, ohne sie zu kürzen. Die Beeren bleiben kleiner, die Trauben später im Herbst lockerer und gesünder. Der Ertrag ist geringer, die Qualität besser.

Ab Mitte/Ende August werden wir wieder eine Grüne Lese durchführen. Alle Trauben, die in der Reife etwas später dran sind, werden von Hand heraus und auf den Boden geschnitten. Die verbleibenden Trauben reifen so gleichmäßiger. Die Lese wird dieses Jahr voraussichtlich sehr früh beginnen, Anfang September werden wir starten. Bis zur Ernte sind es viele kleine Schritte, die die Qualität der Trauben jedes Jahr aufs Neue sicherstellen. Das Wetter und Klima können wir nicht beeinflussen, wir können unsere Reben und Trauben nur bestmöglich darauf vorbereiten.

Unsere neuen Reben in Palzem, Wehr und Helfant kamen zum richtigen Zeitpunkt in den Boden. Anschließender Regen hat die Wurzeln eingeschlämmt und bei den warmen Temperaturen wachsen sie gut an. Sie sehen vielleicht etwas zu gut aus, in Helfant, direkt an einer vielbefahrenen Straße, wurden im Juli
11 Reben samt Pflanzstäbchen geklaut. Schade um die Reben und die viele Arbeit, die drin steckt.

Wie schon im letzten Jahr angekündigt, arbeiten wir an einer Neugestaltung von unserem Auftritt. Wir möchten von Weingut „Sonenbuerg“ zurück zu „Sauerwein“. Weingut Sonenbuerg ist bewährt, die Etiketten und Weine kommen gut an. Allerdings sind wir die Sauerweins. Anfang diesen Jahres haben wir eine sympathische und erfolgsversprechende Agentur gefunden, mit der wir gerne zusammen arbeiten. Die ersten Ideen sind in ihrer Schlichtheit überraschend gut. Zur Füllung der 2018er Weine ist der neue Auftritt fertig.

Unser Weinsortiment ist umfangreich und vielfältig. Trotz der sehr kleinen Ernten 2016 und 2017 konnten wir fast alle Weine füllen und sind für die warmen Sommermonate gut aufgestellt:

Unser Angebot an Roséweinen ist umfangreich, vom trockenen Rotling (Nr. 52.17), über den etwas gefälligeren Rotling Feinherb (Nr. 53.17) hin zum süßen Dornfelder Rosé (Nr. 15.18) mit intensiven Kirscharomen ist für jeden heißen Sommertag etwas dabei. Zum Grillen im Garten trinke ich im Moment sehr gerne unseren
4-Brüder Rosé (Nr. 24.18), ein stabiler, trockener Rosé aus Syrah und Spätburgunder. 

Bei den trockenen Weißweinen sind Elbling Classic (Nr. 01.18) und etwas fruchtiger, der Riesling Classic (Nr. 07.18) genau richtig, wenig Alkohol, leicht und viel Frucht. Etwas kräftiger und zum Essen gut geeignet Weißburgunder (Nr. 09.18) und Grauburgunder (Nr. 08.18). Sehr schön entwickeln sich auch die beiden Riesling Auer, der 2015er Jahrgang (Nr. 38.17) ist etwas herber, hochwertig und ausdrucksstark, der 2016er (Nr. 38.18) deutlich fruchtiger mit geringerer Säure.

Auf den Weinfesten werden Sie den Roten Riesling (Nr. 31.18) vielleicht vermissen. Die Menge war klein, wir haben ihn daher dieses Jahr nicht im Ausschank dabei – aber immer gerne zur Probe! Fragen Sie ruhig danach.

Das Angebot an Halbtrockenen Weißweinen ist im Moment sehr vielfältig und macht Spaß. Der Elbling Halbtrocken (Nr. 05.18), der Literwein für jeden Tag ist ein klasse Schoppenwein. Der 4-Brüder Weißwein (Nr. 26.18) bietet mehr Tiefgang und überzeugt. Christian du Toit Schmidt schwärmt auf den Sommerweinfesten für den neuen Blanc de Noir Feinherb (Nr. 27.18). Es ist ein weißgekelterter Dornfelder, gewachsen direkt vor den Türen des Weinguts. Spannend, was die Rebsorte so alles hergibt.

Bei den lieblichen Weißweinen ist der Elbling-Kerner (Nr. 04.18), unser unkompliziertes, frisch und freches Liter-Cuvée gewohnt gut. Der perfekte Wein auch für Biertrinker! Wenn Sie Kerner-Fan sind, nutzen Sie bitte die Gelegenheit und probieren die Kerner Spätlese (Nr. 20.18). Es könnte einer der letzten reinsortig von uns ausgebauten Kerner-Weine sein, da wir einige sehr alte Kernerweinberge roden mussten.   

Interessiert es Sie, wann und wo der Wein gelesen wurde? In unserem neuen Onlineshop unter www.erwin-sauerwein.de/shop  finden Sie mehr Informationen über den Weinberg und den Ausbau im Keller.

Wir freuen uns auf Ihre Bestellung, wenn möglich bis 12. August 2018. Bestellungen bis 24 Flaschen werden mit DPD versandt, ansonsten liefert die Spedition Mecon. Die Lieferung wird per Mail oder telefonisch avisiert. Sollten Sie den Wein zu einem bestimmten Termin benötigen, bitte vermerken, ebenfalls Urlaubszeiten. Bei Rückfragen melden Sie sich bitte bei uns im Weingut.
Unser Tipp: Nutzen Sie unsere interessanten Mengenrabatte. 5% bei 60 Flaschen, 10% bei 120 Flaschen. Ab 24 Flaschen ist die Lieferung für Sie deutschlandweit frei Haus.

Den Sauerweins geht es gut. Wir sind aber alle etwas müde und urlaubsreif. Die ungewohnt heißen Tage setzen uns zu. Edith hat Anfang Juli Urlaub im Allgäu gemacht und die Ruhe genossen. Mit Tobias war sie öfters wandern. Bei Timo, und auch Judith und Matthias reicht die Zeit dieses Jahr nicht für einen Sommerurlaub, die Lese wird zu früh starten. Vielleicht danach. Andreas und seine Freundin Amalia schreiben ihre Klausuren und bereiten sich jeweils auf ihr Auslandssemester vor, Amalia geht nach Marokko, Andreas nach Finnland.  

Ihnen wünschen wir eine schöne Sommerzeit!

Mit herzlichen Grüßen aus Palzem,

Ihre Sauerweins

Anschreiben Frühjahr 2018

Liebe Weinfreunde,

Mitte März erwacht die Natur rund ums Weingut, die Osterglocken blühen, die ersten Singvögel bauen ihre Nester. Die Tage werden länger und es geht mit schnellen Schritten auf Ostern zu.

Sie werden dieses Jahr in unserer Weinliste ein paar Preisanpassungen bemerken. Es wäre einfach und verständlich, dies mit den gestiegenen Kosten für Flaschen, Etiketten, Kartonagen, Transport und den sehr kleinen Erntemengen 2016 und 2017 zu erklären. Der eigentliche Grund liegt jedoch tiefer: Unsere Weine sind es wert. Die Preise sind gut, angemessen und fair. Wer uns und unsere Weine schon Jahre oder Jahrzehnte begleitet, kann die positive Entwicklung nachvollziehen. Es macht unseren Mitarbeitern und den Sauerwein‘s Freude, gute und sehr gute Weine zu machen und Ihnen anbieten zu können. Jedes Glas Sauerwein soll ein Genuss für Sie sein. Für jeden Geschmack und Anlass, für jede Gelegenheit, Speise und Stimmung haben wir den richtigen Wein. Mit Christian Schmidt du Toit, mit Hans Lamberti, seiner Frau und Franziska Marten haben wir im November und Dezember intensive Gespräche geführt. Ist der Weg, den Edith und Erwin Sauerwein eingeschlagen haben und dem wir folgen der Richtige?

Masse und Qualität schließen sich, wie so oft, auch beim Wein aus. Guter Wein, wie wir und unsere Mitarbeiter ihn sich vorstellen, kann nicht mit hohen Erträgen (und dadurch billigem Wein) gemacht werden. Mittlerweile sind 1/3 unserer Flächen aufwendig rekultivierte Steillagen, bei mehr als 20 Rebsorten. Diese Vielfalt fordert jedes Jahr aufs Neue großes Engagement und konsequentes Handeln. Im Weinberg wächst die Qualität. Regelmäßige Prämierungen beim größten Weinwettbewerb der Welt, dem AWC Vienna oder zum Beispiel die Auswahl unseres 2016er Elbling Classic zum besten Elbling der Mosel in der Auswahlprobe der Moselweinwerbung und vor allem die positiven Rückmeldungen unserer Kunden bestätigen uns dies.

Im Frühjahr 2018 pflanzen wir in elf kleinen Parzellen in Palzem, Helfant und Wehr Weinberge wieder neu an. In Wehr pflanzen wir die rote Rebsorte Cabernet Cortis. Es ist eine pilzwiderstandsfähige Kreuzung aus Cabernet Sauvignon und Solaris, die im besten Fall keinen Pflanzenschutz mehr benötigt. Diese sogenannten "Piwi's" sehen wir als echte Alternative, gerade in den schwierigen Steillagen. Mit Regent und Solaris haben wir bereits gute Erfahrungen gemacht, schmeckbar in unserer edelsüßen 2017er Rotling Auslese (Nr. 19.17). Aber auch klassische Rebsorten pflanzen wir: In Helfant Auxerrois und in Palzem Spätburgunder. Beim Spätburgunder gezielt eine gemischtbeerige Variante, die Erträge sind geringer, die Trauben sollen dafür länger gesund bleiben.

Ende Februar und Anfang März haben wir die neuen Weine gefüllt. Es ist jedes Jahr ein schöner Moment, wenn der Wein, der mindestens ein Jahr erst im Weinberg und später dann im Keller sorgfältig begleitet wurde, endlich auf die Flasche gefüllt wird. Gerade in den Wintermonaten probieren wir die Weine direkt am Fass immer wieder. Beobachten den jungen Most, wie er im Herbst erst anfängt zu gären, die Gärung mal schneller, mal langsamer vollendet oder auch mal "hängen bleibt".

Manche Jungweine strahlen, quellen über vor Aromen und überzeugen sofort, andere brauchen etwas Zeit und ja, auch Zuwendung. Jeder Wein ist individuell und eine Persönlichkeit für sich. Ab Dezember, nach Abschluss der Gärung, klären sich die Weine. Hefe und Trubstoffe setzen sich am Fassboden ab, durch die Winterkälte fällt Weinstein aus. Der Wein wird klarer und lässt sich besser probieren. Ab Mitte Januar werden die Weine ein einziges Mal filtriert, Ende Februar nach intensiver Probe gefüllt.

Bei den Trockenen Weißweinen wurde Elbling Trocken (Nr. 06.18), unser strohtrocker Elbling für die Fans wieder neu gefüllt. Etwas gefälliger der Elbling Classic (Nr. 01.18) und der Riesling Classic (Nr. 07.18). Die 2017er Burgunderernte fiel erschreckend gering aus, sie lag stellenweise bei nur 40-50% der normalen Ernte. Grauburgunder (Nr. 08.18) und Weißburgunder (Nr. 09.18) sind gewohnt gut, mundfüllend und säurearm. Dieses Jahr neu dabei ist ein 2017er Auxerrois Helfant (Nr. 18.18). Der Wein ist auf den ehemaligen Flächen der "Helfanter Mühle" gewachsen. Es ist ein sehr intensiver, kräftiger, trockener Auxerrois.

Bei den Halbtrockenen Weißweinen wurden Elbling Halbtrocken (Nr. 05.18) und Rivaner Feinherb (Nr. 16.18) gewohnt gut neu gefüllt. Erstmals gefüllt wurde ein feinherber Blanc de Noir (Nr. 27.18) aus Dornfelder, von Hand gelesen und schonend gepresst.

Unsere 4-Brüder Linie wurde um einen 4-Brüder Rosé (Nr. 24.18) aus Syrah und Spätburgunder erweitert. Wieder mit dabei ist unser beliebter 4-Brüder Weißwein (Nr. 26.18), fruchtig und gut wie eh und je. Die Menge an 2016er Rotwein ist leider sehr gering, St. Laurent und Noir de Noir konnten wir daher nicht füllen. Als Kompromiss ist der 4-Brüder Rotwein dieses Jahr etwas herber. Der 2016er 4-Brüder Rotwein (Nr. 25.18) enthält erstmals Syrah, er ist überraschend anders, deutlich würziger und kräftiger.

Bei den Lieblichen Weißweinen wurden Elbling-Kerner (Nr. 04.18) und Riesling (Nr. 10.18) wieder gefüllt. Wir freuen uns besonders über die mittlerweile selten gewordene Kerner Spätlese (Nr. 20.18) und den neuen, süßen Gewürztraminer (Nr. 28.18).

Interessiert es Sie, wann und wo der Wein gelesen wurde? Nutzen Sie gerne unseren neuen Onlineshop unter www.erwin-sauerwein.de/shop, hier finden Sie zu fast jedem Wein mehr Informationen über den Weinberg und den Ausbau im Keller.

Wir freuen uns auf Ihre Bestellung, wenn möglich bis 15. April 2018. Bestellungen bis 24 Flaschen werden mit DPD versandt, ansonsten liefern die Speditionen Top Logistik und Mecon zügig und flexibel an. Die Lieferung wird per Mail oder telefonisch avisiert. Sollten Sie den Wein zu einem bestimmten Termin benötigen, bitte vermerken, ebenfalls Urlaubszeiten. Bei Rückfragen melden Sie sich bitte bei uns im Weingut.
Unser Tipp: Nutzen Sie unsere interessanten Mengenrabatte. 5% bei 60 Flaschen, 10% bei 120 Flaschen. Ab 24 Flaschen ist die Lieferung für Sie frei Haus.

Den Sauerwein's geht es gut. Im März gab es eine neue Küche, nach 34 Jahren intensiver Nutzung wahrlich nötig. Edith und Timo haben sich darum gekümmert, neue Fliesen, Lampen, Elektrik... Im alten, 1924 erbauten Haus wird es schnell aufwendiger, als man erwartet. Tobias hat bei einer innovativen Solar-Firma im Allgäu eine spannende Stelle angetreten. Andreas hat im Studium in Frankfurt eine nette Freundin, Amalia, kennengelernt.

Ihnen wünschen wir eine schöne Osterzeit!

Mit herzlichen Grüßen aus Palzem,

Ihre Familie Sauerwein

Anschreiben Winter 2017

Liebe Weinfreunde,

langsam wird es ruhiger an der Südlichen Mosel. Der erste Frost hat uns erreicht, das Laub fällt und wir bereiten uns auf den kommenden Winter vor. Selbst unsere ansonsten recht wilden Hofkatzen suchen jetzt die Nähe der Menschen und huschen gerne noch schnell ins wärmere Lager.

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Anschreiben Sommer 2017

Liebe Weinfreunde,

die Witterung 2017 ist wechselhaft. Sommerlich warme Temperaturen im März und Anfang April wurden von einer deutschlandweiten Kälteperiode nach Ostern abgelöst. Sie traf uns am 26. April mit heftigem Spätfrost. Temperaturen von -5 bis -6°C führten zu massiven Schäden an den jungen Trieben. Nach dieser frostigen Nacht haben wir mit einem Totalausfall gerechnet. In einigen Weinbergen sieht es kahl aus, hier sind häufig nur 10-20% der Trauben vorhanden. Die starke Trockenheit hat die jungen Triebe jedoch geschützt, die Rebblüte im Juni und die bisherige Witterung waren gut, sodass wir insgesamt mit einem blauen Auge davon gekommen sind.

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