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Anschreiben Frühjahr 2018

Liebe Weinfreunde,

Mitte März erwacht die Natur rund ums Weingut, die Osterglocken blühen, die ersten Singvögel bauen ihre Nester. Die Tage werden länger und es geht mit schnellen Schritten auf Ostern zu.

Sie werden dieses Jahr in unserer Weinliste ein paar Preisanpassungen bemerken. Es wäre einfach und verständlich, dies mit den gestiegenen Kosten für Flaschen, Etiketten, Kartonagen, Transport und den sehr kleinen Erntemengen 2016 und 2017 zu erklären. Der eigentliche Grund liegt jedoch tiefer: Unsere Weine sind es wert. Die Preise sind gut, angemessen und fair. Wer uns und unsere Weine schon Jahre oder Jahrzehnte begleitet, kann die positive Entwicklung nachvollziehen. Es macht unseren Mitarbeitern und den Sauerwein‘s Freude, gute und sehr gute Weine zu machen und Ihnen anbieten zu können. Jedes Glas Sauerwein soll ein Genuss für Sie sein. Für jeden Geschmack und Anlass, für jede Gelegenheit, Speise und Stimmung haben wir den richtigen Wein. Mit Christian Schmidt du Toit, mit Hans Lamberti, seiner Frau und Franziska Marten haben wir im November und Dezember intensive Gespräche geführt. Ist der Weg, den Edith und Erwin Sauerwein eingeschlagen haben und dem wir folgen der Richtige?

Masse und Qualität schließen sich, wie so oft, auch beim Wein aus. Guter Wein, wie wir und unsere Mitarbeiter ihn sich vorstellen, kann nicht mit hohen Erträgen (und dadurch billigem Wein) gemacht werden. Mittlerweile sind 1/3 unserer Flächen aufwendig rekultivierte Steillagen, bei mehr als 20 Rebsorten. Diese Vielfalt fordert jedes Jahr aufs Neue großes Engagement und konsequentes Handeln. Im Weinberg wächst die Qualität. Regelmäßige Prämierungen beim größten Weinwettbewerb der Welt, dem AWC Vienna oder zum Beispiel die Auswahl unseres 2016er Elbling Classic zum besten Elbling der Mosel in der Auswahlprobe der Moselweinwerbung und vor allem die positiven Rückmeldungen unserer Kunden bestätigen uns dies.

Im Frühjahr 2018 pflanzen wir in elf kleinen Parzellen in Palzem, Helfant und Wehr Weinberge wieder neu an. In Wehr pflanzen wir die rote Rebsorte Cabernet Cortis. Es ist eine pilzwiderstandsfähige Kreuzung aus Cabernet Sauvignon und Solaris, die im besten Fall keinen Pflanzenschutz mehr benötigt. Diese sogenannten "Piwi's" sehen wir als echte Alternative, gerade in den schwierigen Steillagen. Mit Regent und Solaris haben wir bereits gute Erfahrungen gemacht, schmeckbar in unserer edelsüßen 2017er Rotling Auslese (Nr. 19.17). Aber auch klassische Rebsorten pflanzen wir: In Helfant Auxerrois und in Palzem Spätburgunder. Beim Spätburgunder gezielt eine gemischtbeerige Variante, die Erträge sind geringer, die Trauben sollen dafür länger gesund bleiben.

Ende Februar und Anfang März haben wir die neuen Weine gefüllt. Es ist jedes Jahr ein schöner Moment, wenn der Wein, der mindestens ein Jahr erst im Weinberg und später dann im Keller sorgfältig begleitet wurde, endlich auf die Flasche gefüllt wird. Gerade in den Wintermonaten probieren wir die Weine direkt am Fass immer wieder. Beobachten den jungen Most, wie er im Herbst erst anfängt zu gären, die Gärung mal schneller, mal langsamer vollendet oder auch mal "hängen bleibt".

Manche Jungweine strahlen, quellen über vor Aromen und überzeugen sofort, andere brauchen etwas Zeit und ja, auch Zuwendung. Jeder Wein ist individuell und eine Persönlichkeit für sich. Ab Dezember, nach Abschluss der Gärung, klären sich die Weine. Hefe und Trubstoffe setzen sich am Fassboden ab, durch die Winterkälte fällt Weinstein aus. Der Wein wird klarer und lässt sich besser probieren. Ab Mitte Januar werden die Weine ein einziges Mal filtriert, Ende Februar nach intensiver Probe gefüllt.

Bei den Trockenen Weißweinen wurde Elbling Trocken (Nr. 06.18), unser strohtrocker Elbling für die Fans wieder neu gefüllt. Etwas gefälliger der Elbling Classic (Nr. 01.18) und der Riesling Classic (Nr. 07.18). Die 2017er Burgunderernte fiel erschreckend gering aus, sie lag stellenweise bei nur 40-50% der normalen Ernte. Grauburgunder (Nr. 08.18) und Weißburgunder (Nr. 09.18) sind gewohnt gut, mundfüllend und säurearm. Dieses Jahr neu dabei ist ein 2017er Auxerrois Helfant (Nr. 18.18). Der Wein ist auf den ehemaligen Flächen der "Helfanter Mühle" gewachsen. Es ist ein sehr intensiver, kräftiger, trockener Auxerrois.

Bei den Halbtrockenen Weißweinen wurden Elbling Halbtrocken (Nr. 05.18) und Rivaner Feinherb (Nr. 16.18) gewohnt gut neu gefüllt. Erstmals gefüllt wurde ein feinherber Blanc de Noir (Nr. 27.18) aus Dornfelder, von Hand gelesen und schonend gepresst.

Unsere 4-Brüder Linie wurde um einen 4-Brüder Rosé (Nr. 24.18) aus Syrah und Spätburgunder erweitert. Wieder mit dabei ist unser beliebter 4-Brüder Weißwein (Nr. 26.18), fruchtig und gut wie eh und je. Die Menge an 2016er Rotwein ist leider sehr gering, St. Laurent und Noir de Noir konnten wir daher nicht füllen. Als Kompromiss ist der 4-Brüder Rotwein dieses Jahr etwas herber. Der 2016er 4-Brüder Rotwein (Nr. 25.18) enthält erstmals Syrah, er ist überraschend anders, deutlich würziger und kräftiger.

Bei den Lieblichen Weißweinen wurden Elbling-Kerner (Nr. 04.18) und Riesling (Nr. 10.18) wieder gefüllt. Wir freuen uns besonders über die mittlerweile selten gewordene Kerner Spätlese (Nr. 20.18) und den neuen, süßen Gewürztraminer (Nr. 28.18).

Interessiert es Sie, wann und wo der Wein gelesen wurde? Nutzen Sie gerne unseren neuen Onlineshop unter www.erwin-sauerwein.de/shop, hier finden Sie zu fast jedem Wein mehr Informationen über den Weinberg und den Ausbau im Keller.

Wir freuen uns auf Ihre Bestellung, wenn möglich bis 15. April 2018. Bestellungen bis 24 Flaschen werden mit DPD versandt, ansonsten liefern die Speditionen Top Logistik und Mecon zügig und flexibel an. Die Lieferung wird per Mail oder telefonisch avisiert. Sollten Sie den Wein zu einem bestimmten Termin benötigen, bitte vermerken, ebenfalls Urlaubszeiten. Bei Rückfragen melden Sie sich bitte bei uns im Weingut.
Unser Tipp: Nutzen Sie unsere interessanten Mengenrabatte. 5% bei 60 Flaschen, 10% bei 120 Flaschen. Ab 24 Flaschen ist die Lieferung für Sie frei Haus.

Den Sauerwein's geht es gut. Im März gab es eine neue Küche, nach 34 Jahren intensiver Nutzung wahrlich nötig. Edith und Timo haben sich darum gekümmert, neue Fliesen, Lampen, Elektrik... Im alten, 1924 erbauten Haus wird es schnell aufwendiger, als man erwartet. Tobias hat bei einer innovativen Solar-Firma im Allgäu eine spannende Stelle angetreten. Andreas hat im Studium in Frankfurt eine nette Freundin, Amalia, kennengelernt.

Ihnen wünschen wir eine schöne Osterzeit!

Mit herzlichen Grüßen aus Palzem,

Ihre Familie Sauerwein

Anschreiben Winter 2017

Liebe Weinfreunde,

langsam wird es ruhiger an der Südlichen Mosel. Der erste Frost hat uns erreicht, das Laub fällt und wir bereiten uns auf den kommenden Winter vor. Selbst unsere ansonsten recht wilden Hofkatzen suchen jetzt die Nähe der Menschen und huschen gerne noch schnell ins wärmere Lager.

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Anschreiben Sommer 2017

Liebe Weinfreunde,

die Witterung 2017 ist wechselhaft. Sommerlich warme Temperaturen im März und Anfang April wurden von einer deutschlandweiten Kälteperiode nach Ostern abgelöst. Sie traf uns am 26. April mit heftigem Spätfrost. Temperaturen von -5 bis -6°C führten zu massiven Schäden an den jungen Trieben. Nach dieser frostigen Nacht haben wir mit einem Totalausfall gerechnet. In einigen Weinbergen sieht es kahl aus, hier sind häufig nur 10-20% der Trauben vorhanden. Die starke Trockenheit hat die jungen Triebe jedoch geschützt, die Rebblüte im Juni und die bisherige Witterung waren gut, sodass wir insgesamt mit einem blauen Auge davon gekommen sind.

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Anschreiben Frühjahr 2017

Liebe Weinfreunde!

Das Frühjahr hat uns bereits einige sonnige Tage beschert. Ansonsten kommt der März mit reichlich April-Wetter daher, Sonne, Regen und auch Hagel wechseln sich ab. Der Rebschnitt geht gut voran, unsere rumänischen Saisonarbeiter sind sehr motiviert und fleißig. Seit Jahren kommen in der Regel die gleichen Mitarbeiter, sie machen die Arbeit im Weinberg gut und routiniert. Der Rebschnitt wird in der Zeit nach dem Laubfall im Herbst, über den Winter bis Ende März/ Mitte April durchgeführt. Im Winter sind die Tage kurz und häufig ungemütlich, daher verlagern wir diese Arbeit meist in die Zeit von Ende Februar bis Ende März. Mit dem Rebschnitt wird jedes Jahr aufs Neue die Grundlage für einen qualitätsorientierten Weinbau gelegt. Der Rebstock wird auf 1-3 Ruten zurück geschnitten. Im letzten Sommer haben wir sehr viel Zeit in die Laubarbeiten gesteckt. Die Stammköpfe wurden auf wenige Triebe ausgebrochen. So ging die Kraft des Rebstockes in nur wenige Triebe, die dadurch stärker wurden. Dies macht sich auch jetzt beim Rebschnitt positiv bemerkbar. Es sind weniger Triebe vorhanden, die Auswahl fällt leichter und die Arbeit geht somit schneller von der Hand. Wir hoffen, dass die Witterung in den nächsten Wochen noch kühl bleibt. Ist es zu warm, treiben die Reben zu früh aus und sind anfällig gegenüber Spätfrösten. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass spätere Lagen und späte Rebsorten durchaus Vorteile haben.

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