Kontrolliert Umweltschonender Weinbau

 

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Bei dieser kontrolliert umweltschonenden Wirtschaftsweise ist die Bodenpflege und Begrünung der Weinberge geregelt. Bodenuntersuchung und Düngung darf nur nach dem exakten Bedarf vorgenommen werden.

 

 

Die Stickstoff-Düngung ist auf das nötigste beschränkt: nur 40 kg/ha. Die notwendige Spritzfolge hat nur mit raubmilbenschonenden Mitteln zu erfolgen. So kann sich eine natürliche Schutzpopulation bilden.

Der Mittelaufwand wird langfristig wesentlich reduziert. Der Traubenwickler, ein Hauptschädling der jungen Trauben, darf nur nach der Verwirrmethode oder mit Häutungshemmern bekämpft werden. Ohne Gift also.
Starke Unkräuter dürfen herdweise gezielt nach vorheriger Genehmigung der Behörde bekämpft werden. So werden bis 90% weniger Mittel eingesetzt als im herkömmlichen Weinbau. Die Pflanzenschutzgeräte müssen alle 2 Jahre geprüft werden.

Junge RebenEine ausreichende Ausbildung des Winzers muss sichergestellt sein. Deshalb sind drei Fortbildungsveranstaltungen im Jahr vorgeschrieben.
Eine Aufzeichnung über die durchgeführten Maßnahmen ist vorgeschrieben. Mehrere Betriebskontrollen finden statt. Diese Wirtschaftsweise gewährleistet, dass die Umwelt geringst möglich belastet wird und trotzdem gesunde Trauben geerntet werden.

Unsere luxemburger Weinberge, werden ebenfalls nach strengen luxemburgischen Richtlinien bewirtschaftet. Der Arbeitskreis nennt sich dort "FILL". Die dortige Pflegeprämie richtet sich an die Einhaltung dieser, an die deutschen angelehnten, Kriterien. Die luxemburger Kollegen streben eine Ausrichtung ihres gesamten Weinbaus an diese Wirtschaftsweise an.