Die Weinbereitung

Im Keller kann ein guter Kellermeister das Erntegut, was aus dem Weinberg kommt nur hegen und pflegen. Die Anlagen zu einer guten Qualität müssen im Weinberg gelegt werden!

Ausschnitt aus unserem Kundenanschreiben:

"Noch nie haben wir eine so vielfältige Ernte eingebracht.
Das Durchschnittsmostgewicht lag bei ca. 75° Öchsle, der Ertrag bei etwa 80hl/ha. In diesem eigentlich sehr guten Weinjahr waren die langen Regenperioden im September weniger gut.
Wir hatten unsere Trauben und Weinberge im Sommer ausreichend vor der Gefahr der frühzeitigen Traubenfäulnis durch aufwändige Laubarbeit und geeigneten teuren Pflanzenschutz geschützt.
So konnten die Trauben oft 8 bis 14 Tage länger am Stock hängen und die Oktobersonne noch nutzen. Die Durchführung der Lese geschah meist in mehreren Durchgängen: Ernten der grünfaulen Trauben, der edelfaulen oder Aussondern der essigstichigen Trauben, Auflesen der Bodentrauben, dann Maschinen- oder Handlese. So war eine optimale selektive Einbringung der bestmöglichen Qualität machbar.

Durch 20-stündiges Absetzen wird Trub und klarer Most getrennt und mit einem geeigneten Hefeansatz zur Gärung gebracht.

Bei der anschließenden Gärung wird eine Temperatur von 12 bis 18°C und eine Gärdauer von 12 bis 30 Tagen angestrebt werden. Möglich ist dies durch eine ausreichende kontrollierte Kühlung der Tanks. Die Temperatur wird in Tankmitte gemessen und der Geschmack des werdenden Weines geprüft. Fehlentwicklung kann so erkannt und gegengesteuert werden. Gegen Ende der Gärung werden die Tanks vollgefüllt, Luftzutritt ist zu vermeiden.

Bei der Rotwein- und Rotlingbereitung werden die Trauben entrappt, etwas erhitzt und dann acht Tage auf der Maische vergoren. So gelangt die Farbe der Beerenhaut in den Wein. Eine Minderung der Säure geschieht bei Temperaturen um 20°C durch den natürlichen biologischen Säureabbau, durch Bildung von Weinstein bei niedrigen Temperaturen oder durch Zugeben von Kalk.

Wir hoffen, wir langweilen Sie nicht mit diesen Details der Weinbereitung.
Mit Chemie hat das wenig zu tun. Es ist mehr das Können und Handwerk des Winzers, einen guten oder weniger guten Wein zu bereiten."